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Dokumentation

 

"...dann stimmt auch die Chemie"

 

Das Ferienprogramm "...dann stimmt auch die Chemie" war angelegt für eine Woche, in der Zeit vom 24.09.07- 28.09.07 von 10- 13 Uhr.

Wie geplant startete das Programm am Montag mit einer Vorstellungsrunde der Mädchen und den Leiterinnen Frau Paufler und Frau Fink. Daraufhin folgte eine Einführung in den Kurs und in die wichtigsten pflanzlichen Zusatzstoffe der zu erstellenden Cremes und Seifen. Es stellte sich heraus, dass die Mädchen täglich kosmetische Produkte benutzten, dennoch aber über keinerlei Wissen über die Inhaltsstoffe verfügten. Die Mädchen diskutierten eifrig über bereits verwendete Kosmetika, deren mögliche Inhaltsstoffe sowie über ihre Chemiekenntnisse. Besonders interessiert waren sie an den chemischen Prozessen sowie dem Umgang mit den Gerätschaften.

 

Danach gingen die Mädchen auf Erkundungstour durch den Mädchengarten. Dabei stand die Frage im Vordergrund, welche Pflanzen bereits vorhanden sind, die in der natürlichen Herstellung kosmetischer Produkte chemisch hergestellte Zusatzstoffe ersetzen können.

 

Frau Paufler erklärte welche Pflanzen wofür genutzt werden können und die Mädchen sammelten einerseits Pflanzen für Duftstoffe und Färbungen sowie für pflegende Cremes.

 

In den folgenden Tagen produzierten die Mädchen jeden Tag unterschiedliche Produkte.

 

Am Dienstag stand die Erstellung von Duftwasser auf dem Programm. Dazu wurden aus dem Garten Zitronenmelisse sowie Blüten benutzt. Die Mädchen lernten schrittweise und abwechselnd in einem großen Team die einzelnen Produktionsschritt kennen. Demnach haben die Mädchen die Herstellung fast vollständig selbst übernommen, indem sie Schritt für Schritt die Rezepte durcharbeiteten. Die Mädchen wurden besonders im Umgang mit chemischen Werkzeugen wie der Pipette und dem Becherglas geschult. Zum Schluss wurden die Duftwasser zur einfachen Dosierung in Apothekerfläschchen abgefüllt.

 

Der Mittwoch stand unter dem Motto der Seifenherstellung. Zu diesem Arbeitsfeld erhielten die Mädchen die verschiedenen Rezepte, wobei sie ihr Wissen über die Chemie mit einfließen lassen konnten. So machten sie bspw. darauf aufmerksam, dass sich Wasser und Fett nicht miteinander verbinden können. Daraufhin erklärte Frau Paufler den Zweck des Emulgators. Die Teilnehmerinnen waren sehr interessiert, wobei ein Mädchen erwähnte, dass sie dies bereits im Chemieunterricht kennen gelernt hat, und sich jetzt freut dieses Wissen in die Praxis umsetzen zu können. Im Laufe des Kurses stieg ihr Interesse an der Chemie so sehr, dass sie sich mit Hilfe der LAG autonome Mädchenhäuser/ feministische Mädchenarbeit e. V. einen Praktikumsplatz in diesem Bereich suchte.

 

Die Gruppe überlegte zusammen, welche verschiedenen Düfte es für Seife geben kann. Die Mädchen erwähnten, dass die am Vortag verwendete Zitronenmelisse sowie die roten Blütenblätter stark abfärbten. Diese Feststellung griff die Kursleitung auf und die Mädchen färbten die bereits im Vorfeld erstellte flüssige Seife mit Zitronenmelisse für eine grüne Färbung  und mit Blütenblättern für eine rote Färbung.

 

Am Donnerstag lernten die Mädchen die natürliche Herstellung von Cremes kennen. Dazu wurden den Mädchen zuerst die verschiedenen Inhaltsstoffe vorgestellt, welche sie daraufhin selber weiterverarbeiteten. Sie erhielten eine kurze Einführung in die Verwendungsmöglichkeiten von Pflegestoffen und Heilkräutern. Die Mädchen legten sich auf die Verwendung von einfachen Duftstoffen fest, welche dem Produkt zugefügt wurden.

 

Am Freitag wurde eine Idee der Mädchen aufgegriffen, indem aus dem Rest der bereits gesammelten Blüten und Duftkräutern Duftsäckchen hergestellt wurden. Dafür haben die Mädchen die Pflanzen in selbstgenähte Stoffsäckchen gefüllt. Außerdem wurde mit Hilfe von Vaseline und Farbpigmenten ein besonders pflegender und hautverträglicher „Lipgloss“ hergestellt.

 

Die selbsthergestellten Produkte, wurden jeden Tag in spezielle Kosmetikdöschen gefüllt und mit selbstgemalten Etiketten versehen, damit die Teilnehmerinnen diese zum eigenen Gebrauch mit nach Hause nehmen konnten.

 

Zu Beginn der Woche waren nur fünf Mädchen für den Kurs angemeldet. Da die Mädchen aber so begeistert von dem "Labor" waren, brachten sie in den Tagen darauf ihre Freundinnen mit, sodass es am Ende insgesamt acht Mädchen waren.