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Aktuelles zur Kreativwerkstatt

 

Kinderumweltzeitung KUZ - Entwicklungsstand 2010

 

Grundlagen

 

"Erkläre es mir und ich werde es vergessen. Zeige es mir und ich werde mich erinnern. Lass es mich selbst tun und ich werde es verstehen.“ Getreu dieser Konfuzianischen Weisheit arbeiten Kinder und Jugendliche nun bereits seit eineinhalb Jahren an den Lokal- und Regionalteilen der KUZ. Die Viert- bis Achtklässler erarbeiten dabei in einem Zeitraum von rund sechs Wochen, unter professioneller Anleitung des KUZ-Teams und zusätzlicher Betreuung durch die Klassenlehrer ihren vierseitigen Innenteil. Sämtliche Arbeitsschritte des Journalistenhandwerk und der Gestaltungslehre werden den Kindern und Jugendlichen zu Anfang eines jeden KUZ-Projektes in einem dreiwöchigen Workshop in leichtverständlicher Form vermittelt.

 

Die zweite Zielrichtung der KUZ, ein junges, breit gefächertes Lesepublikum zu erreichen und für Naturthemen zu sensibilisieren, wird durch die kostenlose Verteilung an alle Schüler und Schülerinnen der Klassen 3 bis 6 gewährleistet. Da die KUZ jeweils an alle Schulen der teilnehmenden Städte ausgeteilt wird, ist zudem sichergestellt, dass auch das Gros der Lehrerschaft auf die KUZ aufmerksam wird und sie anschließend in den regulären Unterricht mit einfließen lassen kann.

 

Entwicklungen

 

Nachdem die erste von Kindern mitgestaltete KUZ in Lehrerkreisen eine überaus positive Resonanz gefunden hatte und zudem mit dem Nachhaltigkeitspreis der Deutschen Umwelthilfe im Herbst 2008 ausgezeichnet wurde, waren die weiteren Entwicklungsschritte vorgezeichnet. Die Zielvorgabe für 2009, zwei weitere Ausgaben der KUZ produzieren zu können und sie von der reinen Lokalebene, zumindest auf die Regionalebene weiterzuentwickeln konnte erreicht werden.

 

Im ersten Halbjahr 2009 wurde mit einer Förderschule für Lernschwache (Rungenbergschule) und deren achter Klasse eine Sonderausgabe zum Städtewettbewerb „Entente Florale“ erarbeitet und fertig gestellt. Die Jugendlichen gingen hochmotiviert in den Workshop und konnten nach Redaktionsschluss quasi ein absolviertes Praktikum in gleich mehreren Medienberufen (Journalismus, Fotografie, Layout) für spätere Bewerbungen vorweisen. Als noch viel wesentlicher zeigte sich aber der enorme Gewinn an Selbstbewusstsein bei den Jugendlichen.

 

Direkt nach den Sommerferien 2009 wurde die 4. Ausgabe der KUZ in Angriff genommen. Parallel wurde in zwei Städten an zwei separaten Regionalausgaben gearbeitet. Sowohl die 7. Klasse einer Realschule in Gelsenkirchen (Gertrud-Bäumer-Realschule), als auch die 4. Klasse einer Grundschule in Bottrop (Konrad-Grundschule) wurden professionell betreut und in einem dreiwöchigen Workshop auf die Thematik vorbereitet. Die Ergebnisse der Kinder und Jungendlichen wurden dann im Februar 2010 gedruckt und in einer Auflage von 21.500 an alle Gelsenkirchener und Bottroper Dritt- bis Sechstklässler verteilt.

 

Prognosen

 

Redaktion und Herausgeber der KUZ sind sich darüber einig, dass die KUZ langsam wachsen muss. Viele Prozessschritte müssen erst verfestigt werden und auf die bestehende Arbeitskonstellation (vier Teilhaber: Stadt Gelsenkirchen, aGEnda 21-Büro, Cub artwork, GODAU media) abgestimmt werden. Trotzdem ist es bereits in der Anfangsphase gelungen mit Bottrop eine zweite Stadt mit ins Boot zu holen. Die neu auftretenden Fragestellungen und Probleme konnten schnell gemeistert werden und somit steht einer Akquise weiterer Städte nichts mehr im Wege.

 

Auch für das Jahr 2010 sind zwei Ausgaben der KUZ in Planung, darüber hinaus wird versucht, neben den Lokalteilen der Stadt Gelsenkirchen und Bottrop weitere Nachbargemeinden für die KUZ begeistern zu können. Angesicht der prekären Finanzsituation vieler Gemeinden des Ruhrgebietes sind die Erwartungen hinsichtlich einer Gewinnung weiterer teilnehmender Städte jedoch niedrig angesetzt worden. Die Zielvorstellung für 2010 lautet, zwei Ausgaben mit vier bis fünf Gemeinden zu produzieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Michael Godau