Startseite  Impressum  Download   Kontakt   Inhalt

 
   Willkommen!
   Über die Kurse
   Kursangebote in GE-Nord
   Kursangebote in GE-Süd
   Projektangebote

 Kinderumweltzeitung 

 EnergyLab

 Färbergärten

 Schüler/innen spinxxen
 Schülerfirma MehrWert 

   Aktuelles
   Hintergrund
   Netzwerkpartner
   Dokumentation
   Fördermöglichkeiten
   aGEnda 21

 

Erste interkommunale Kinderumweltzeitung

 

Am 10. März 2010 wurde die neue Ausgabe der Kinderumweltzeitung Gelsenkirchen (KUZ) in der Gertrud-Bäumer-Realschule vorgestellt. Diese vierte Ausgabe erscheint erstmalig in Kooperation mit der Stadt Bottrop. Besonderes Merkmal dieses Zeitungsprojektes, das bereits mit dem ersten Preis in der Kategorie "Bildung für Nachhaltigkeit" von der Deutschen Umwelthilfe ausgezeichnet wurde, ist die Verknüpfung eines professionellen Mantelteils mit einem, von zwei Kinderredaktionen produzierten Lokalteil. In einer Auflage von über 21.000 Exemplaren gedruckt, können alle Gelsenkirchener und Bottroper Kinder der Klassen 3 bis 6 die fertige Zeitung lesen, durchstöbern, im Unterricht einsetzen und die angebotenen Infos in ihrem eigenen persönlichen Umfeld anwenden und realisieren.

Zeitung machen - leicht gemacht: Schüler recherchieren, schreiben und layouten eine neue Umweltzeitung

"Erkläre es mir und ich werde es vergessen. Zeige es mir und ich werde mich erinnern. Lass es mich selbst tun und ich werde es verstehen." Getreu dieser Konfuzianischen Weisheit hat sich das Projekt "Kinderumweltzeitung – KUZ" aus einem Ideenpool des Referates Umwelt der Stadt Gelsenkirchen, des aGEnda 21-Büros, sowie der Grafikerin Nicole Cub und des Journalisten Michael Godau entwickelt. Herausgekommen ist dabei eine Umweltzeitung für Kinder von 8 bis 12 Jahren, die sowohl von Profis, als auch allen Jugendlichen der Abschlussklasse 7d der Gertrud-Bäumer-Realschule zusammen erstellt worden ist. Es gibt einen Mantelteil und einen Lokalteil, der auf vier Seiten von den Jugendlichen vorbereitet, recherchiert, geschrieben und layoutet worden ist.

Zeitungslesen ist aus der Mode gekommen, nicht einmal 8 von den 30 Jugendlichen aus der Gertrud-Bäumer-Realschule lasen vor dem Projektstart, zumindest ab und zu eine Tageszeitung. Trotzdem, die Begeisterung der Jugendlichen ein Medium selbst zu gestalten war riesengroß. Diese Begeisterung, die auch von den Lehrerinnen Waltraut Stasch-Winkelhorst und Anette Meußen mitgetragen wurde, ist mittels eines mehrtägigen Workshops, der über den Zeitraum von rund vier Wochen, die Jugendlichen kontinuierlich mit den Themen der Zeitungsgestaltung konfrontierte, in einen Prozess des "Learning by doing" gefasst worden.

Kurz nach den Sommerferien ging es los. Eine echte Grafikerin, ein echter Journalist im Unterricht. Diese Chance ließen sich die Jugendlichen nicht entgehen. Über eine Stunde wurden Nicole Cub und Michael Godau mit tausend Fragen überschüttet. Damit war die erste und wichtigste Lektion schon gelernt ohne dass es die Schülerinnen und Schüler gemerkt haben. Journalisten müssen fragen, fragen und nochmals fragen. Aber genau so wichtig ist, dass sie auch zuhören können. In den folgenden Schulstunden ging es dann richtig zur Sache. Die Grundlagen des journalistischen Handwerkes, der Fotografie und des Layouts standen auf dem Unterrichtsplan. Alles wurde spannend in Workshops, Besprechungen und unter der Anleitung der beiden Fachleute besprochen und erlernt. Schon nach zwei Wochen war eine erste, von den Jugendlichen selbst erstellte Probezeitung fertig. Schöne Fotos, knackige Texte und ein tolles Layout, die Jugendlichen waren überrascht wie gut sie ihre Zeitung hin bekommen hatten. Dann wurde es wieder spannend. Exkursionen in das Grafikdesign-Büro von Nicole Cub und in die Druckerei Stolze standen auf dem Stundenplan. Zusätzlich recherchierten die einzelnen Reporterteams der Klasse an verschiedenen Orten, wie zum Beispiel bei Gelsenwasser, dem städtischen Schwimmbad, dem Sealife in Oberhausen und an vielen anderen Stellen mehr. Anschließend wurde es noch einmal stressig, schließlich mussten die Jugendlichen ihre Texte in den Computer eingeben, ihre Zeichnungen und Fotos einscannen und die noch fehlenden Lücken nachbearbeiten. Aber auch das klappte hervorragend.

Die rund 30 Schülerinnen und Schüler der Kinderredaktion können nun das Ergebnis ihrer Bemühungen, zusammen mit allen anderen rund 14.000 Gelsenkirchener und 5.000 Bottroper Kids der Klassen 3 bis 6 in den Händen halten. Die neue Kinderumweltzeitung, mit Themen aus dem gesamten Spektrum des Natur- und Umweltbereiches, kindgerecht präsentiert und aufbereitet, ist fertig gedruckt und verteilt.

Dass es sich bei dem Konzept "Kinderumweltzeitung – KUZ" um viel mehr als eine gewöhnliche Schülerzeitung oder eine lokale Projektidee handelt, geht schon sehr deutlich aus der Konzeptidee, welche u. a. die Einbeziehung von Profis aus der Medienbranche sowie die Anwendung eines professionellen Redaktionssystems vorsieht, hervor. Für diese und weitere Konzeptinhalte wurde die "Kinderumweltzeitung – KUZ" im September 2008 von der Deutschen Umwelthilfe in den Räumlichkeiten des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis Zeitzeiche(N) in der Kategorie "Ideen" aus¬gezeichnet. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Ideengeber und Projektbeteiligten mit ihrer Vision, einer bundesweiten Kinderumweltzeitung, nicht falsch liegen können. Das Konzept liegt vor, Kindergruppen überall in Deutschland können Lokalredaktionen gründen, die von Profis betreut werden. Diese Kindergruppen erstellen jeweils einen vierseitigen Lokalteil, der in einen ebenfalls vierseitigen Mantelteil, der zentral von Gelsenkirchen aus produziert wird, eingebettet ist. 

Städte übergreifende Zusammenarbeit

Nachdem sich die KUZ in Gelsenkirchen inzwischen mit ihrer vierten Auflage etabliert hat, gilt es zu dieser Ausgabe auch die erste Städte übergreifende Zusammenarbeit herauszustellen. Mit der Stadt Bottrop und der Konrad-Grundschule hat sich ein erster Kooperationspartner eingefunden, mit dem die erste Regionalausgabe der KUZ gestaltet werden konnte. Die nächsten Aufgabenstellungen sind in der weiteren Verbreitung des Gesamtkonzeptes KUZ und der Akquise weiterer Fördergeldgeber, Sponsoren und teilnehmender Städte und Gemeinden zu sehen um auch die finanzielle Seite des Ziels einer bundesweiten "Kinderumweltzeitung – KUZ" abzusichern.

 

Die vierte Ausgane der KUZ wurde umgesetzt mit freundlicher Unterstützung von GELSENWASSER und der Volksbank Ruhr Mitte im Rahmen der Kreativwerkstatt für Kinder und Jugendliche.

 

 

 

 

 

 

> Erste interkommunale KinderUmweltZeitung

 

> Eine ausgezeichnete Idee: Die KinderUmweltZeitung

 

> Dokumentation: KinderUmweltZeitung - Umsetzungsstand

 

> Fünfte Ausgabe der KinderUmweltZeitung